Blog zum Thema Hautgesundheit und Hautkrebsvorsorge

Solarien – Hautkrebsrisiko nicht ausgeschlossen

Die meisten Menschen empfinden gebräunte Haut größtenteils als schön und positiv. Ganz nach dem Motto “Sommer – Sonne – Sonnenschein” legen sich zahlreiche Sonnenanbeter im Freien in die Sonne, damit sich ihre Haut bräunt. Die Bräune wird als gesund angesehen und entspricht dem gängigen westlichen Schönheitsideal. Jedoch gibt es auch Menschen denen das Sonnenbad im Freien nicht reicht, daher besuchen sie regelmäßig Solarien, wo sie künstliche UV-Strahlen auf sich einwirken lassen. Obwohl die schädliche Wirkung von UV-Strahlen bekannt ist, wird sie oft nicht ernst genommen und von Solarienbetreibern, die Bräune und Gesundheit verkaufen, ausgenutzt.

Die Folgen von übermäßiger Bräunung sind jedoch schwerwiegend. Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen UV-Auswirkungen an der Haut. Zu akuten Auswirkungen zählen Rötung der Haut (Erythem), Entzündung und Sonnenbrand. Weitere Folgen sind die Braunfärbung (Pigmentierung) der Haut und die Vitamin D Produktion. Chronische UV-Wirkungen an der Haut sind Hautalterung und Hautkrebs.

Bewiesen ist, dass unter UV-A-Strahlung nicht nur die Haut vorzeitig altert, sondern auch die menschliche Erbsubstanz (Desoxyribonukleinsäure, DNS) geschädigt wird. Dadurch erhöht sich das Hautkrebsrisiko. Deshalb raten auch die Weltgesundheitsorganisation und Euroskin grundsätzlich von einem Solarienbesuch ab. Der Glaube, dass Urlaubsvorbräunung mittels Solarien ungefährlich sei, ist ebenfalls ein Trugschluss: Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass jeder Solarienbesuch das Hautkrebsrisiko steigert.

Wenn Sie trotzdem weiterhin ein Solarium besuchen möchten, lesen Sie sich vorher diese Checkliste durch. Sollte jedoch ein oder mehrere Punkte auf Sie zutreffen, dann benutzen Sie das Solarium auf keinen Fall.

  •  Jugendlichen unter 18 Jahren sind Solarien gesetzlich verboten
  • Mit Hauttyp 1: helle Haut, Sommersprossen, blonde oder rote Haare, blaue oder grüne Augen.
  • Mit Hauttyp 2: helle Haut, blonde Haare, blaue oder grüne Augen.
  • Mit vielen Muttermalen (über 40)
  • Mit auffälligen Muttermalen
  • Mit häufigen Sonnenbränden in der Kindheit
  • Mit Neigung zu Sommersprossen oder Sonnenbrandflecken
  • Deren Haut Vorstufen von Hautkrebs aufweist
  • Die bereits an Hautkrebs erkrankt sind oder waren
  • Mit einem transplantierten Organ

Wichtig: Sollten Sie trotz der oben beschriebenen Risiken dennoch ein Solarium nutzen wollen, achten Sie ganz besonders darauf, dass die Vorgaben der UV-Schutzverordnung eingehalten werden. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie bedeckt bei Erwachsenen eine Fläche von etwa 1,7 m². Denken Sie daran, in Ihrer Haut stecken Sie ein Leben lang!